Selbstfürsorge
Sylvia Kosek • 21. Juli 2025
Selbstfürsorge beginnt nicht mit einem Wellness-Tag – sondern mit einem Nein!
Der Begriff “Selbstfürsorge” ist inzwischen in aller Munde. Oft wird er mit Duftkerzen, Schaumbädern und Yoga-Retreats verbunden. Aber echte Selbstfürsorge beginnt an einem ganz anderen Punkt: Bei deiner inneren Haltung. Und manchmal heißt sie einfach nur “Nein”.
Warum “Nein sagen” so schwer ist
Viele Menschen haben gelernt, sich anzupassen, zu funktionieren, Erwartungen zu erfüllen. “Nein” zu sagen löst dann Schuldgefühle aus: Bin ich egoistisch? Enttäusche ich andere? Werde ich dann weniger gemocht?
Hinter dieser Schwierigkeit steckt oft ein tieferes Muster: Das Gefühl, nur dann wertvoll zu sein, wenn man sich nützlich macht oder für andere da ist. Dieses Muster darf in der Therapie bewusst gemacht und hinterfragt werden.
Kleine Schritte zur Abgrenzung
Selbstfürsorge bedeutet nicht, plötzlich allen alles zu verweigern. Es bedeutet, deine Grenzen zu kennen – und sie zu achten.
Ein paar Übungen für den Alltag:
- Übe, in kleinen Situationen “Nein” zu sagen, z. B. bei spontanen Bitten
- Beobachte deine Gefühle danach: Schuld? Erleichterung?
- Finde deine persönliche Definition von Selbstfürsorge (Was tut dir gut?)
Selbstfürsorge ist kein Luxus
Es geht nicht darum, perfekt für dich selbst zu sorgen. Sondern darum, dich überhaupt wahrzunehmen. Oft ist der erste Schritt, sich selbst die Erlaubnis zu geben: Ich darf mich wichtig nehmen.







